Solche Fälle machen uns traurig…

Vor wenigen Wochen wurde unsere Tierschutzberaterin kurz vor Feierabend gerufen. Eine Katze wurde in schlechtem Zustand gefunden und benötigte dringend Hilfe. Wir haben diese Katze zu einem Partner-Tierarzt gebracht. Die Katze atmete sehr schwer. Äusserlich war sie unversehrt und man wusste nicht, weshalb sie solche Probleme mit der Atmung hatte. Leider hat man auch nach weiteren Untersuchungen nicht erfahren, an was die Katze leidet. Die Katze war nicht gechippt, ein Besitzer konnte nicht ermittelt werden. Da sie ganz lieb und verschmust war, waren wir uns sicher, dass sie jemandem gehört.

Wir mussten entsprechend ohne Kontaktmöglichkeit zum Besitzer entscheiden, ob wir die Katze sofort einschläfern lassen oder ob eine unserer Tierpflegerinnen nach Feierabend noch zwei Stunden im Auto sitzt und die Katze in eine Tierklinik bringt, wo sie über Nacht betreut werden kann, damit sie nicht einfach erstickt. Natürlich stellen wir das Tierwohl nach vorne und sind in die Tierklinik gefahren.

Der Besitzer konnte erst später ermittelt werden und lässt uns auf Tierarztkosten von 800 Franken sitzen, weil er keinen Auftrag gegeben hat. Rechtlich darf er das.

In einem solchen Fall können wir nur verlieren. Wir können ein Tier in Not nicht einfach sich selbst überlassen und es elendig verrecken lassen. Wir können nicht ohne Rücksprache zum Besitzer ein Tier einschläfern lassen, welches noch eine Chance haben könnte. Wenn wir aber helfen, sind wir am Ende die Dummen und bleiben auf der Rechnung sitzen.

All das wäre vermeidbar, wenn Besitzer ihre Katzen chippen lassen würden. Wir hätten sofort Kontakt aufnehmen und den Besitzer eine Entscheidung treffen lassen können. Im letzten Jahr allein sind über 100 Findelkatzen im Tierheim Rosel nicht mehr mit ihren Familien vereint worden, weil die Katzen nicht gechippt waren und demzufolge keine Besitzer ermittelt werden können. Bitte chippen Sie Ihre Katzen. Es ist sehr wichtig, dass Sie im Notfall kontaktiert werden können.